Entdeckungstour

Entdecken Sie das Schloss und weitere Sehenswürdigkeiten

St. Georgs-Kirche

In schriftlichen Zeugnissen wird eine Schlosskapelle erwähnt, die sich auf halber Höhe zwischen der Stadt Neuenbürg und dem Schloss befindet. Vermutlich gab es die Kirche bereits im Jahr 1290. Nach dem katastrophalen Stadtbrand von 1783 diente sie kurzfristig als Pfarrkirche. Wegen ihrer spätmittelalterlichen Wandmalereien zählt die Kirche zu den bedeutendsten Baudenkmälern des 14. Jahrhunderts in Baden-Württemberg. Charakteristisch ist das malerische Fachwerk-Geschoss des Turmes, an dem die mittelalterliche Bautechnik noch erkennbar ist. Einer der schönsten Plätze der Stadt ist der alte Friedhof vor der Kirche. Besonders in der Nachmittagssonne kann man von dort den Blick hinunter auf die Stadt genießen. In schriftlichen Zeugnissen wird eine Schlosskapelle erwähnt, die sich auf halber Höhe zwischen der Stadt Neuenbürg und dem Schloss befindet.
SNBG - Entdeckungstour
Vermutlich gab es die Kirche bereits im Jahr 1290. Nach dem katastrophalen Stadtbrand von 1783 diente sie kurzfristig als Pfarrkirche. Wegen ihrer spätmittelalterlichen Wandmalereien zählt die Kirche zu den bedeutendsten Baudenkmälern des 14. Jahrhunderts in Baden-Württemberg. Charakteristisch ist das malerische Fachwerk-Geschoss des Turmes, an dem die mittelalterliche Bautechnik noch erkennbar ist. Einer der schönsten Plätze der Stadt ist der alte Friedhof vor der Kirche. Besonders in der Nachmittagssonne kann man von dort den Blick hinunter auf die Stadt genießen.

Bergwerk „Frischglück“

Vom Schloss aus geht man auf dem so genannten Teichelhangweg (Teichel – hölzerne Wasserleitung) in etwa 50 Minuten zum Besucherbergwerk „Frischglück“. Der aussichtsreiche Halbhöhenweg – der Spectaculum Ferrum Weg – bietet einen schönen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge. Der Eisenerzbergbau um Neuenbürg ist etwa 2500 Jahre alt und war schon in keltischer Zeit ein großes Gewerbegebiet mit etlichen Schmelzöfen. Zu Beginn des 18. Jahrhundert begannen sächsische Bergleute mit dem Untertageabbau des Eisenerzes. Verkauft wurde das manganhaltige Erz in die Hammerschmiede nach Pforzheim und in die Sensenschmiede in Friedrichstal in der Nähe Freudenstadts.
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Im Jahr 1868, der Stilllegung des Stollens, waren noch 20 Bergleute hier beschäftigt. Mehr als 100 Jahre später legten Bürger in freiwilliger Arbeitsleistung die Stollen wieder frei und machten sie für Besucher zugänglich. Das „Denkmal der alten Arbeitswelt“ zeigt höchst eindrucksvoll, wie Bergleute des 18. und 19. Jahrhundert im Schwarzwald Erz gruben und bearbeiteten. Der Weg führt die Besucher über mehrere Ebenen mit tiefen Einblicken in das Innere des Berges vorbei an „Glasköpfen“, dem weiß glänzenden Schwerspat und schwarzbraun glitzerndem Erz.

Das Bergwerk ist von April bis Ende Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen geöffnet. Von Mittwoch bis Freitag finden zusätzlich Führungen nach vorheriger Anmeldung statt. Information und Anmeldung.

Ruine Waldenburg

Gegenüber dem Schloss Neuenbürg, auf der anderen Seite der Enz, liegen die Reste der Waldenburg. Die Geschichte dieser Burg liegt weitgehend im Dunkeln, da sie in schriftlichen Quellen nicht erwähnt wird. Den Ruinenresten zufolge bestand die Burg aus einer Befestigungsanlage, einem Palas, einer Kapelle und mehreren Wirtschaftsräumen. Einige Funde von Töpferware verweisen auf Beziehungen zum Oberrhein und zur Schwäbischen Alb.

Bei Grabungen fand man 1887 einen wertvollen „Drachenleuchter“ aus Bronze, der sich heute im Wüttembergischen Landesmuseum Stuttgart befindet. Lokalen Initiativen verdanken wir die Freilegung der Reste seit 1925, der Schwarzwaldverein (Ortsgruppe Neuenbürg) übernahm ab 1993 die Restaurierung der Ruinenreste.

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Angelstein

Der sogenannte Angelstein ist auf einem Wanderweg, der vom Stadtteil Waldrennach in Richtung Norden nach Neuenbürg führt, nach einer Wegstrecke von etwa einem Kilometer leicht zu erreichen. Er liegt am Osthang des 556 Meter hohen Sägkopfes, einer bewaldeten Kuppe zwischen dem Enztal im Norden und im Westen und dem Grösseltal im Osten. Die auffällige Felsengruppe wird aus anstehendem Fels der obersten Schicht des mittleren Buntsandsteins gebildet, dem oberen Geröllhorizont, der durch die erodierende Wirkung des Grösselbachs und eiszeitliches Bodenfließen freigelegt wurde. Dem Fels vorgelagert sind einzelne Felsblöcke, unter deren aufgetürmten Steinplatten sich höhlenartige Räume befinden, in welche sich in Kriegsnöten die Bewohner der Umgegend geflüchtet haben sollen. Laut angebrachter Inschrift soll hier im Jahre 1796 während eines Franzoseneinfalls sogar ein Kind geboren worden sein.

Ehemalige Burg Straubenhardt und das Schwabentor

Nur noch einige lose Steinreste und Erdwälle deuten auf die einstige Anlage der Burg Straubenhardt hin. Die Ruine liegt auf einem Bergsporn hoch über der Enz und war ursprünglich Sitz der Herren von Straubenhardt. Unweit der Burg führte im Mittelalter die Demarkationslinie zwischen Baden und Württemberg. Das in der Nähe der Burg liegende Schwabentor ist ein Rest einer vermutlich mittelalterlichen Zollstation. Mit Hilfe eines Mautturmes konnte die Zollstätte sogar Flößer kontrollieren und mit Zollabgaben belegen. 1930 wurden die Steinpfeiler, an denen die Vorrichtungen für die Schranke noch deutlich zu erkennen sind, wieder hergerichtet. Auch die Burg Straubenhardt geriet zwischen die beiden Herrschaftsbereiche, denn im Jahr 1381 schrieb ein Vertrag zwischen Baden und Württemberg vor, dass die bereits zu diesem Zeitpunkt zerstörte Burg nicht mehr aufgebaut werden dürfe.

Schwedenschanze

Auf der Wilhelmshöhe Neuenbürg zwischen der Straße nach Arnbach und dem Waldweg nach Gräfenhausen sind gut erhalten die Erdwälle und der umlaufende Graben einer alten Schanze zu sehen. Der Name „Schwedenschanze“ beruht auf der Sage, daß im Dreißigjährigen Krieg auch die Schweden vor Neuenbürg als Feinde erschienen seien; sie hätten von einer viereckigen Schanze auf der Wilhelmshöhe mit Kanonen das Schloss beschossen. Gesicherte Nachrichten hierüber fehlen zwar, und es ist auch unwahrscheinlich, dass die protestantischen Schweden ein Schloss des protestantischen Herzogs von Württemberg beschossen hätten, der sich mit ihnen nicht im Kriege befand, abgesehen von der Frage, ob die Kanonen damals schon so weit reichten. Da es aber keinen Bericht über den wahren Erbauer der Schanze gibt, mag sie ihren volkstümlichen Namen behalten.