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Forum für zeitgenössische Kunst

Melanie Wiora 

FLUX – Zwischen Wasser und Stein

12.10. – 23.11.2025

Melanie Wiora setzt sich mit der Natur und unserer Beziehung zu ihr auseinander. Ihre Werke machen sichtbar, was dem Auge verborgen bleibt: die gewaltige Energie der Naturkräfte und ihr fortwährender Wandel.

Wioras Fotografien und Videoarbeiten führen direkt ins Naturgeschehen. In der Fotoserie „Natura“ schweift unser Blick über weite Landschaften, taucht ein in Mikro- und Mikrokosmen, die zwischen den Zuständen wie eingefroren wirken. Die Kraft und Veränderung, die den ursprünglichen Landschaften innewohnt, werden unmittelbar spürbar. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Nebel, Wasser, Gestein oder Eis, zwischen Himmel und Erde.

In der Fotoreihe „Arise“ zeigt die Künstlerin wie aus dem Nichts erscheinende kristalline Strukturen und Formationen. Die Ausbrüche von Schlammvulkanen wirken inmitten ihrer Bewegung wie erstarrt.

Die Videos der Reihe „Waters“, zumeist vulkanische Wasserphänomene erzeugen eine Choreografie ineinanderfließender Strukturen und Formen. Die extreme Zeitlupe lässt die gewaltigen Kräfte des Wassers und dessen fortwährende Wandlungsfähigkeit erfahrbar werden. In raumhohen Installationen kann der Betrachter selbst kleinste Details und Veränderungen der tatsächlich nur wenige Sekunden andauernden Naturvorgänge erleben. Er taucht ein in eine raue, zugleich fasziniert wirkende Natur und wird von einem visuellen Sog in einen beinahe meditativen Zustand getragen.

Melanie Wiora lebt und arbeitet in Köln. Sie studierte Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe und Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Zahlreiche Preise und Stipendien führten sie unter anderem nach London und New York. Zuletzt erhielt sie 2021 ein Stipendium der VG Bild-Kunst und 2023 und 2025 war sie Artist in Residence am Museum Kunst der Westküste auf Föhr.

www.melaniewiora.de

 

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