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Forum für zeitgenössische Kunst, JOHANNES R. LANG FIKTIONEN FARBRADIERUNGEN HOLZSCHNITTE

28. November | 18:00 - 20:00

Ausstellungseröffnung, 28. November 2025 um 18 Uhr

Eintritt frei

JOHANNES R. LANG
FIKTIONEN
FARBRADIERUNGEN
HOLZSCHNITTE
28.11.2025 – 04.01.2026
SCHLOSS NEUENBÜRG

Johannes R. Lang lebt und arbeitet seit 1978 in Neuenbürg. Bereits in jungen Jahren setzte er sich mit Kunst und Gestaltung auseinander. „Alles was man darstellt liegt vor uns, man muss es nur sehen“ Am Anfang seiner Arbeiten stehen meist die Begegnungen mit Texten, Theaterstücken, mit Gedichten oder Romanen. Er sagt, dass der Mensch das einzige Wesen sei, das sehr früh ein Bedürfnis verspürte, Bilder zu erschaffen und ihnen eine Bedeutung zu verleihen. So lassen sich seine Bilder als Zyklus, als Geschichte betrachten: Seine Figuren sind oft widersprüchliche Menschen. Sie provozieren die Frage nach dem Ich und dessen Spiegelung im Anderen. Könige und andere Herrscher erscheinen darin als Symbol von Unterdrückung, Macht, Kampf, Tod und Elend.
Vor zehn Jahren hat sich Johannes Lang vollständig der Radierung zugewandt. Durch das Drucken von mehreren Titanzinkplatten übereinander, bei denen er verschiedene Tiefdrucktechniken wie Strichätzung, Aquatinta und Farbe kombiniert, wird eine besondere Intensität erreicht. So hat er eine eigene Form des Arbeitens mit dem Medium Druck ausgebaut und schafft dadurch ausdrucksstarke Werke.

In seinen Bilderserien arbeitet Lang ständig mit dem Kontrast zwischen figurativen und abstrakten Darstellungen. Er bezeichnet diesen Wechsel zwischen „Realer Kunst“ und „Konkreter Kunst“ als Suche, als Erklärungsversuche der realen Welt. Er zeigt in „Der Andere“ die Tiefgründigkeit einer Person durch andere Mittel, indem er zwölf Versionen des Portraits schafft. Diesen stellt er in „Fetisch“ neun Würdenträger gegenüber, die ausschließlich aus grafischen Elementen bestehen. Er meidet das Wort „abstrakt“, weil seine Formen autark sind. Sie stehen für sich und sind nicht aus einem realen Vor-Bild entstanden. Der Reichtum an Details, die Wandlungsfähigkeit, die starken Formen und Farben erzeugen einen visuellen Sog, der Erklärungsversuche provoziert. Hinzu kommen besondere Texturen, die eine lebendige Tiefe erzeugen.
Bei all der notwendigen exakten Planung und Steuerung im Herstellungsprozess schätzt Johannes Lang aber auch das Element des Zufalls. Er druckt nur kleine Auflagen von 3-5 Abzügen oder beschränkt sich ganz auf ein autorisiertes Blatt: Der eine, perfekte Druck ist das Ideal – im Widerspruch zur Kunstform des Drucks, die ja auf Vervielfältigung ausgelegt ist.
Dr. S. Lang www.intaglion.de

 

Details

  • Datum: 28. November
  • Zeit:
    18:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Veranstalter