Neuenbürg und seine Geschichte

Die Gründung von Neuenbürg reicht zurück in das 13. Jahrhundert und steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Befestigungsanlage oberhalb der Enz. Die erste Besiedlung entstand aus einer Handwerker- und Arbeitersiedlung am Fuße des Schlossberges. 1274 zur Stadt erhoben, erhielt Neuenbürg im Jahre 1431 das kaiserliche Marktrecht. Mit diesem Privileg, das durch den böhmischen Herrscher Sigismund verliehen wurde, durfte die Stadt zwei Jahrmärkte und einen Wochenmarkt abhalten, was der städtischen Wirtschaft sehr zugute kam.

Bis 1806, dem Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, war Neuenbürg ein böhmisches Lehen. Der große Stadtbrand am 23. Mai 1783 verursachte schwere Schäden. Nur wenige Fachwerkhäuser rund um den Marktplatz haben die Feuersbrunst überlebt. Das heutige Stadtbild wurde durch den unmittelbar anschließenden Wiederaufbau entscheidend geprägt.

Die "gute Stube" im "Städtle" ist der Marktplatz mit seinen schmucken Fachwerkhäusern. Herausragende Gebäude sind die Stadtkirche - ein vor 1789 errichteter Saalbau mit sehenswertem Inneren - und das über 200 Jahre alte Rathaus, das ursprünglich wohl als Markthalle genutzt wurde.