Pressemitteilung, 1. August 2007
„Tag des offenen Denkmals“ 9. September 2007
St. Georgskirche, Schloss und keltisches Eisen
In Neuenbürg bietet sich zum Tag des offenen Denkmals die Möglichkeit, entlang des 2006 eröffneten „Spectaculum-Ferrum-Pfades“ eine Wanderung durch die Neuenbürger Geschichte zu machen.
Die spätmittelalterliche St. Georgs-Kirche auf halbem Weg von der Stadt zum Schloss wurde 2005 nach mehrjähriger Renovierung wieder für die Öffentlichkeit frei gegeben. Sehenswert sind die Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert.
Führungen:
Treffpunkt: St. Georgs-Kirche, 11 und 15 Uhr.
Dauer: ca. 1 Stunde
Eintritt frei
Das Schloss Neuenbürg wurde in seiner heutigen Gestalt im 16. und 17. Jh. erbaut, es steht auf den Grundmauern einer Burg aus dem 12. Jh. Eine Burganlage aus dem 14. Jh., heute eine Ruine, verweist auf die Bedeutung, die Neuenbürg im Mittelalter für die Grafen von Württemberg besaß.
Führungen:
Treffpunkt: Schlosshof, 13 und 14 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Eintritt frei
Zwischen Ruine und heutigem Schloss liegt der ummauerte Schlossgarten, eine ca. 9000 qm große Wiese, die für Veranstaltungen unterschiedlicher Art genutzt wird. Bereits seit mehreren Jahren findet hier am Tag des offenen Denkmals ein Oldtimer-Treffen statt. Ab 13 Uhr sind sie hier zu bewundern. Für Bewirtung ist gesorgt.
Vom Schloss aus führt der Spectaculum-ferrum-Weg in ca. 50 Minuten zum Bergwerk. Der schön gelegene Halbhöhenweg führt an verschiedenen geologischen und historischen Sehenswürdigkeit vorbei, die auf Tafeln erläutert werden.
Führungen:
- Vom Schloss zum Bergwerk: 14 und 16 Uhr.
- Vom Bergwerk zum Schloss: 17 und 18 Uhr.
Dauer: ca. 75 Minuten
Eintritt frei
In jüngster Zeit haben archäologische Ausgrabungen nachgewiesen, dass bei Neuenbürg bereits in der frühkeltischen Zeit (7. bis 5. Jh. v. Chr.) in großem Umfang Eisenerz abgebaut und Eisen produziert wurde. Organisiert und kontrolliert wurde dieses „prähistorische Industriegebiet“ im Nordschwarzwald von der schon in den 1920er Jahren entdeckten keltischen Siedlung auf dem Neuenbürger Schlossberg aus. Das in Neuenbürg produzierte Eisen wurde sicher weitläufig verhandelt.
Eine besondere Attraktion erwartet den Wanderer am Ende des „Spectaculum-Ferrum-Pfades“ beim Besucherbergwerk Frischglück. Hier wird zum Tag des offenen Denkmals ein nach Originalbefunden rekonstruiertes keltisches Verhüttungsareal mit Rennofen und Schmiedeplatz betrieben. Erze werden mit Pochsteinen zerkleinert und zusammen mit Holzkohle verhüttet. Am späteren Nachmittag wird der Ofen angestochen. Schmiedevorführungen zeigen, was aus dem Rohstoff Eisen für Alltagsgegenstände gefertigt werden konnten. Auch Führungen durch das Besucherbergwerk Frischglück sind am Tag des offenen Denkmals möglich.