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Rückblick auf die vergangene Saison

(Schloss Neuenbürg)

Im Betriebsjahr 2002 hatte das Museum im Schloss Neuenbürg an 272 Tagen geöffnet. An diesen Tagen besuchten insgesamt 27.165 Besucherinnen und Besucher das begehbare Theater "Das kalte Herz" und den anschließenden Ausstellungsteil zur Schloss-, Stadt- und Regionalgeschichte. Zusätzlich besuchten rund 12.000 die beiden Sonderausstellungen im Frühjahr und im Herbst.
Die Resonanz der Gäste ist überwiegend sehr positiv, was sich aus den lobenden Einträgen im Besucherbuch, aber auch an der hohen Zahl der Zweit- und Mehrfachbesucher ablesen lässt. Aufgrund der persönlichen Weiterempfehlung, aber auch der überregionalen Berichterstattung ist der Bekanntheitsgrad der jungen Kulturinstitution zwischen Stuttgart und Karlsruhe im Verlauf des Jahres stark gestiegen.
Die Gäste kommen zu einem großen Teil aus dem näheren Umkreis von ca. 30 Kilometern. Im Sommerhalbjahr und vor allem in den Ferienzeiten profitiert das Schloss von den Feriengästen aus den umliegenden Kurorten Schömberg, Bad Herrenalb, Bad Wildbad und Bad Liebenzell. Die Tagesgäste - zumeist Familien mit ihren Kindern - besuchen das Schloss verstärkt an den Wochenenden, während unter der Woche zahlreiche Gruppenausflüge (Reisegruppen, Vereine, Schulklassen und Betriebsausflüge) Neuenbürg zum Ziel haben. Neben Tagesbesuchern aus den städtischen Großräumen Stuttgart und Karlsruhe kommt ein weitaus kleinerer Teil der Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den angrenzenden Ländern wie der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden.
Die oben genannte Besucherzahl berücksichtigt nicht die Besucher der Sonderausstellung "Schwarzwälder Wonnen", dessen erster Teil im Frühjahr (Thema: Schwarzwälder Kirschtorte) und zweiter Teil im Herbst (Schinken und Kirschwasser) zahlreiche zusätzliche Besucher ins Schloss brachten und die überregionale Presseaufmerksamkeit förderten. Aufgrund des freien Eintritts und unkontrollierten Zugangs der beiden Ausstellungseinheiten können hier die zusätzlichen Schlossbesucher lediglich grob geschätzt werden.
Die kulturellen Veranstaltungen zogen weitere knapp 19.000 Besucherinnen und Besucher ins Schloss. Als Publikumsmagnet erwies sich dabei einmal mehr der Advent-Markt mit ca. 7.000 Besuchern. Aber auch die Enzkreis-Kulturtage im Juni und zahlreiche Gastveranstaltungen wie z.B. die SWR-Lifeübertragung oder das Oldtimer-Treffen im Schlossgarten stießen auf großes Interesse. Ständige Besucherbefragungen im Schloss haben ergeben, dass sich viele der Befragten weiterhin musikalische Veranstaltungen, aber auch Ausstellungen und kunsthandwerkliche Märkte im Schloss wünschen. Auch hier zeigt der Blick auf die Besucherstruktur, dass das Schloss mit seinen Aktivitäten weit über die Grenzen des Oberen Enztales hinaus anerkannt und geschätzt wird.
Erfreulich aus der Sicht des Schloss-Teams ist das große Engagement der örtlichen Vereine. Neben dem Förderkreis Kultur im Schloss e.V. sind dies fast traditionsgemäß der Musikverein Neuenbürg e.V. und die Neuenbürger Sektion des Schwarzwaldvereins, ohne deren Mithilfe und Unterstützung viele Veranstaltungen in der Form nicht hätten realisiert werden können. Aber auch die Landsknechte und Spielleute e.V. und der Verein der Motorradfreunde sowie zahlreiche andere Gruppen und Initiativen trugen ihren Teil zur Belebung des Schlosses bei.
Das Schloss-Restaurant bewirtete neben den Tagesgästen an 35 Tagen im Fürstensaal oder im Pferdestall für Betriebsfeiern, Tagungen, Geburtstage und Hochzeiten bis zu 160 Personen. Darüber hinaus beteiligte sich die Familie Batista an zahlreichen Veranstaltungen im Schloss, wie z.B. am Advent-Markt oder an den Enzkreis-Kulturtagen. Als Tests durchgeführte Candlelight-Dinners aber auch der Musikbrunch im Schlosshof in Zusammenarbeit mit dem Neuenbürger Musikverein erwiesen sich als erfolgreich, so dass das Restaurant auch in Zukunft Aktivitäten in diese Richtung plant und durchführt.