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Christiane Viehweg (Pforzheimer Kurier, 09. Dezember 2002)
"Noch schöner als im vergangenen Jahr", lautete übereinstimmend das Urteil der Adventsmarktbesucher auf dem Neuenbürger Schloss. Zum zweiten Mal fand dort im Schlosshof, im Pferdestall und auf beiden Etagen im gegenüberliegenden Gebäude die herzerfrischende Veranstaltung statt, die schon im Vorjahr für viel Zustimmung gesorgt hatte. Heißes und gut Gewürztes gab es im Schlosshof an stilvoll geschmückten Ständen zu essen und zu trinken. Drei Schäfchen erduldeten nervenstark bisweilen stürmische Liebesbezeugungen kleinerer Kinder, und überall zeigte sich der Weihnachtsmann mit langem Rauschebart. "Der Weihnachtsmann hat Durst", flüsterte andächtig ein Knirps der Oma ins Ohr, als der Mann im roten Gewand sich einen Glühwein genehmigte. Eine Fülle von Handwerkskunst präsentierten rund 50 Aussteller im Innern des Schlosses. "Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll", seufzte mancher Schlossgast glücklich. Tatsächlich musste zeit mitbringen, wer wirklich alles in Ruhe genießen wollte: Schmuck in jeder erdenklichen Vielfalt, einem Holzschnitzer konnte man bei der Filigranarbeit zusehen, Christbaumschmuck und Kerzenständer wurden angeboten, schönes Porzellan, passend zur Jahreszeit warme Socken und Einlegesohlen in die Stiefel, Filzhüte, Socken mit Noten drauf - nichts, das es nicht gab. Wer hier kein Weihnachtsgeschenk für die Lieben fand, der findet vielleicht überhaupt keines. Eines allerdings gab es doch nicht: "Es gibt keinen Ramsch und keinen Kitsch hier", stellte ein Mann leicht verwundert fest, der extra aus Pforzheim mit seiner Familie zum Adventsmarkt gekommen war. [...]
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