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Rund um süße Köstlichkeit

Nicole Kröner-Biesinger

Ausstellung im Neuenbürger Schloss rückt die Schwarzwälder Kirschtorte in den Mittelpunkt
(Pforzheimer Zeitung, 23. Februar 2002)

Was heißt Schwarzwälder Kirschtorte auf Polnisch? Szwarcwaldzky Tort Wisniowy. Warum darf dafür kein Obstler verwendet werden? Weil der zu billig ist. Fragen zu der Torte beantwortet eine Ausstellung.
Weil die Schwarzwälder Kirschtorte ein geschützter Markenname ist, darf auch nur das hochwertige Kirschwasser in die Backware. Darauf legt Konditor Manfred Weisser großen Wert. Alles rund um die Königin der Torte beantwortet seit gestern eine Ausstellung zu diesem Thema im Schloss Neuenbürg.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Radolfzell hat Museumsleiterin Elke Osterloh interessante Stücke zusammen gestellt, die den Ursprung der süßen Köstlichkeit ebenso beleuchten, wie die berühmte Kaffeehaus-Atmosphäre oder die Herstellung des hochprozentigen Kirschwassers.

Regionale Aspekte bleiben dabei nicht unerwähnt. Ist der Neuenbürger Teilort Arnbach doch auch bekannt als Kirschengäu und wurde in der Stadt an der Enz doch einst das Kirschwasser gebrannt, das in die ganze Welt verschickt wurde. Und Porzellan aus dem renommierten Café Butz findet ebenfalls Platz in der Ausstellung.
Als Zugpferd der Region gilt die Schwarzwälder Kirschtorte und darum hat sie natürlich auch ihren festen Platz im Tourismus. Wie die Torte als Werbemittel verwendet wird, ist in der Ausstellung, die gestern eröffnet wurde, ebenfalls zu sehen. Schließlich darf sich Enzklösterle rühmen, die größte Schwarzwälder Kirschtorte der Welt hergestellt zu haben. [...]