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Friedrich Eschwey (Pforzheimer Zeitung 02. August 2004)
Alle Voraussetzungen für einen Besucheransturm zu den Elementartagen waren gegeben. Allein die Gäste kamen nicht in Scharen. Die, die da waren erlebten aber Spannendes. Es war ein herrlicher Sommertag, alle freien Flächen vor, im und um das Schloss waren mit Ausstellungsständen von Kunsthandwerkern belegt. Für das leibliche Wohl sorgten asiatische und einheimische Köche und es herrschte kein Mangel an Getränken. Nur der Besucherandrang, der ließ zu wünschen übrig. Rund um die fünf Elemente des asiatischen Kulturkreises - Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser - gab es eine Fülle von Exponaten in überdurchschnittlicher Qualität zu bewundern. Ein Kunstmarkt mit Produkten aus Holz, Textil, Glas, Leder, Schmuck, Metall und Stein, beschickt von 40 professionell arbeitenden Kunsthandwerkern und Kunsthandwerkerinnen, ließ keine Wünsche offen. Im Gegenteil, die Fülle und die Vielfalt der Arbeiten brachte den normalen Besucher an die Grenze seiner Wahrnehmungsfähigkeit. Doch wenn die Präsentation der Werke aus dem Rahmen fiel, dann konnten sich die Aussteller der Aufmerksamkeit gewiss sein. Am Stand "Kunst am Kopf" präsentierte sich die Designerin Petra Grenz aus Gelsenkirchen mit ihren schrillen Hüten als Gesamtkunstwerk und die Beachtung vieler Damen aller Altersgruppen war ihr sicher. Ebenso ausgefallen war die Faltkunst von Stefan Weber. Seine, aus Papier gefalteten Wildtiere zogen die Blicke der Besucher auf sich. Den Handwerkern, wie dem Bürstenmacher, konnte man bei der Arbeit über die Schulter schauen, und sie hatten die Aufmerksamkeit der Gäste. Ganz exotisch ging es am Stand von Doktor Dodo Liade von der Elfenbeinküste zu. Er will nicht nur mit Gewürzen handeln, er will mit ihnen heilen. Das absolute Highlight war die Sonderschau Keramik - Impulse aus Asien - im Gewölbekeller des Schlosses. Künstler und Künstlerinnen von der Kunstinitiative Pforzheim (kip) präsentierten Keramik vom Feinsten. Ostasiatisch und europäisch geprägte Exponate erfüllten die höchsten Anforderungen an Ästhetik und Qualität. Die Atmosphäre im Gewölbekeller hatte geradezu feierlichen Charakter. Gestecke, gefertigt in der hohen Kunst des Ikebana, belebten die Ausstellung mit ihrer Farbenpracht. Hier kam auch der anspruchsvollste und kritischste Besucher voll auf seine Kosten. (...) Die Besucher konnten Filzen, Marmorieren, Zaubertöpfern und vieles mehr. Bei Steinzeitmenschen aus dem Kraichgau hatten Kinder die Gelegenheit mit Steinwerkzeugen Holzmesser zu fertigen. Bei Indianern, nur mit Lendenschurz spärlich bekleidet, konnten sie im Tipi übernachten. Asiatische Kampfsportarten führte die Taekwondo-Kindergruppe des Judoclubs Pforzheim vor. Musikgruppen boten Klassik, Pop und Jazz und auch tänzerische Darbietungen erfreuten die Gäste.
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