|
(Schloss Neuenbürg)
Unter diesem Motto schrieb der Leiter des ModernAutomataMuseum in Montopoli di Sabina bei Rom 20 Künstler aus verschiedenen Ländern an, und bat sie um ein Objekt für eine Wanderaussstellung. Zu diesen Künstlern gehört auch der in Schömberg-Oberlengenhardt lebende britische Künstler Malcolm Brook. Er war es auch, der den Kontakt zwischen dem Schloss Neuenbürg und dem Ausstellungskurator Guido Accascina vermittelte. Derzeit ist die Schau in Rom zu sehen. In Deutschland ist Schloss Neuenbürg die erste Station, bevor sie in andere europäische Länder, nach Japan und den USA weiterreist. Die kinetischen Objekte spiegeln Meinungen und Ängste zum Krieg, seinen Protagonisten und Opfern wider. Anrührend etwa ist ein hölzerner Friedhof mit kleinen Kinderwiegen, der, wie alle Objekte, bewegliche Teile enthält, die durch einen Bewegungsmelder gesteuert werden. Ein anderes Objekt zeigt einen Diktator in seiner Brutalität gegenüber anderen Menschen. Alle Kunstwerke leben von dem Gegensatz zwischen der an harmloses Spielzeug erinnernden Gestaltung, und der subtilen Ironie, mit der die Grausamkeit eines Krieges in seinen verschiedenen Erscheinungsformen ausgedrückt werden. Mit Witz und Humor auf der einen und Sarkasmus und Betroffenheit auf der anderen Seite wird an Menschlichkeit und Gerechtigkeit appelliert. Sowohl das Thema wie auch die Art der künstlerischen Bearbeitung zeigen Ähnlichkeiten zu Hans Ludwig Pfeiffer, dessen wichtigstes Thema in seinem Spätwerk immer der Mensch als Opfer und Täter war. Die parallele Präsentation bietet die Möglichkeit zum Vergleich.
Die Ausstellung "Gegen die Idee des Krieges" wird vom 15. März bis zum 6. April 2003 im Foyer und im Flur 1. OG im Nordflügel gezeigt. Der Eintritt ist frei.
|