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(Universität Karlsruhe, Institut für Soziologie) (Schloss Neuenbürg)
Ein überwiegend sehr positives Echo fanden die ungewöhnlichen Gestaltungsideen im Museum bei den Besuchern im ersten Halbjahr seit der Eröffnung. Vor allem die Märcheninszenierung "Das kalte Herz" wurde fast durchgehend mit guten Noten versehen. 48 % der Besucher bewerteten das Museum im Schloss mit der Note "sehr gut", noch einmal 49 % mit der Note gut. Dieses Ergebnis förderte eine Besucherbefragung zutage, die das Badische Landesmuseum Karlsruhe für das neue Zweigmuseum im Schloss Neuenbürg beim Soziologen Prof. Dr. Hans-Joachim Klein in Auftrag gegeben hat. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von der Universität Karlsruhe (TH) beschäftigte sich Prof. Klein intensiv mit dem Museum, dem Schloss und dem Neuenbürger Umfeld. Vor allem an den besucherstarken Wochenenden wurden die Besucher im 2. Obergeschoss von den Mitarbeitern ausführlich befragt. Die Ergebnisse sind von entscheidender Bedeutung für die zukünftige Museums-arbeit und für die Werbung.
Wenn auch die Reaktion überwiegend positiv war, so gibt es bei näherem Hinsicht doch auch einiges, was zukünftig verbessert werden kann. Die Besucherinnen und Besucher gaben bei der Befragung z.B. an, über die Wegeführung im Schloss nicht immer genau im Bilde zu sein. Aber auch die Anordnung der Themen im Museum selbst ist optimierbar. Die Märchenschau "Das kalte Herz" ist an die übrigen Ausstellungsbereiche noch nicht genügend angebunden, Texte erweisen sich nicht immer unbedingt als kindgerecht, und der Ruheraum wird von zahlreichen Besuchern nicht betreten. Auch die Objektbereiche im zweiten Teil der Dauerausstellung finden nicht immer die gewünschte Betrachtung, was vor allem deshalb schade ist, weil es sich zu einem großen Teil um sehr sehenswerte Objekte handelt.
Die einzelnen Kritikpunkte können aber den überwiegend positiven Gesamteindruck, den die Besucher vom Schloss mitnehmen, nicht verdecken. Interessant für die Museumsleitung ist auch die Verweildauer der Besucher im Museum. 12 % der Besucher hielten sich bis zu einer Stunde im Museum auf, 44 % bis zu 1,5 Stunden, 36 % bis zu 2 Stunden und 8 % sogar über 2 Stunden. Überwiegend (zu 62 %) reisten die Besucher mit Privatfahrzeugen an, 29 % kamen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. 40 % der Besucherinnen und Besucher waren im Befragungszeitraum älter als 50 Jahre alt, 24 % zwischen 40 und 49 Jahre, 23 % zwischen 30 und 39 Jahre und 13 % bis 29 Jahre.
Die Besucherbefragung wird in den nächsten Monaten fortgesetzt.
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